Die richtige Schutzmaske finden - FF2, N95, KN95, echte vs. fälsche schnell testen

Schutzmasken bei COVID-19 - das gibt es zu beachten

In Zeiten des Coronavirus sind Schutzmasken in aller Munde. Die Effektivität dieser Maßnahmen wird diskutiert und aktuell ist sogar eine Schutzmaskenpflicht beim Einkaufen, wie es etwa in Österreich schon der Fall ist, im Gespräch. Welche Unterschiede es bei Atemschutzmasken gibt, für wen sich welche Maske eignet und wie diese richtig angewendet werden, wird im Folgenden näher erläutert.

Welche Masken gibt es?

Normen

Atemschutzmasken können verschiedenen Normrichtlinien entsprechen. Beim Kauf ist es von Bedeutung, auf die jeweilige Normierung zu achten, um keinen Fehlkauf zu tätigen.

  • EN-Norm  verweist auf eine europäische Standardisierung. Das bedeutet, dass die Maske nach europäisch einheitlichen Maßstäben getestet und zugelassen worden ist. Dies sind Atemschutzmasken, die auch in Krankenhäusern zugelassen werden können.
  • GB wiederum ist das Normierungskürzel aus China. Eine Maske, die diese Normierung trägt, wurde in China hergestellt und entspricht den dort geltenden Produktstandards. Enthält die Maske zusätzlich keine EN-Nummer, ist sie für europäische Standards nicht getestet worden, was aber nicht automatisch bedeutet, dass sie ihren Zweck nicht erfüllen kann.

Zusätzlich zu den Normierungen gibt es noch drei verschiedene Schutzklassen - FFP1, FFP2 und FFP3.

  • FFP1 Maske schützt lediglich vor Staub, der nicht giftig und auch nicht fibrogen ist.
  • FFP2 Klasse bedeutet, dass ein Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Aerosolen und Rauch besteht.
  • FFP3 steht für einen Schutz vor ebendiesen Partikeln wird aber zusätzlich beim Umgang mit krebserregenden oder radioaktiven Materialien empfohlen.

Erst ab der Schutzklasse FFP2 sind die Masken geeignet, Schutz vor Viren (z.B. Coronavirus), Bakterien oder Pilzen zu bietet.

KN95 Masken sind speziell für den Schutz vor Viren gedacht. Sie halten 95% dieser fern, obwohl Viren sehr klein sind.

Die Schutzmasken FFP2 (EN 149:2001) und KN95 (GB 2626-2006) sind für den vorliegenden Fall (SARS-CoV-2) gut miteinander vergleichb.

TIPP: Um sich gegen Coronavirus zu schützen braucht man entweder eine Maske mit FFP2 oder FFP3 Schutzklasse oder eine KN95 Maske.

Varianten von Masken

Auch verschiedene Sorten von Masken werden unterschieden. So gibt es Einweg-, Mehrweg- und Baumwollmasken.

  • Einwegmasken sind häufig aus vliesähnlichem Stoff hergestellt und werden nach einmaliger Verwendung entsorgt. Z.B. medizinische Einwegmaske.
  • Mehrwegmasken bestehen oft aus härteren Materialien und enthalten Plastikelemente und können mehrfach verwendet werden. Z.B. KN95.
  • Baumwollmasken sind Masken aus Stoff, die nach einmaligem Gebrauch gewaschen und beliebig oft wiederverwendet werden können. Die meisten Baumwollmasken sind selbst genähte und einfache Masken. Die sind auch von der Regierung akzeptiert und werden immer mehr verbreitet. Aber der Zweck ist um die Ummenschen zu schützen.
  • Baumwollmasken mit Filter - eine Baumwollmaske mit einem Filter-Fach wo man eine passende PM2.5 (gemäß FFP2 Standard) Filter reinschieben kann. Solche Maske können aber auch ohne Filter getragen werden. Durch den Filter erreicht die Maske einen Schutz zwischen FFP1 und FFP2. So ungefähr zwischen eine medizinische einweg Maske und einen KN95 Maske.

EMPFEHLUNG: Die Baumwollmasken mit Filtern bieten ausreichenden Schutz gegen Coronavirus und preislich deutlich günstiger als anderen FFP2 Masken. Man soll den Filter aber täglich umtauschen und die Maske täglich waschen.

 

Wer benötigt eine Maske?

Besonders wichtig sind Atemschutzmasken für Menschen mit Vorerkrankungen. Gerade, wenn schon Atemwegserkrankungen vorliegen oder das Immunsystem geschwächt ist, empfiehlt es sich, im öffentlichen Raum und insbesondere bei Menschenansammlungen auf eine Schutzmaske zurückzugreifen. Auch andere Angehörige der Risikogruppe, also etwa Personen über 60 Jahren und Rauchern ist zu empfehlen, eine Maske zu tragen, um sich selbst vor einer Ansteckung zu schützen. Diese Gruppe sollen am besten eine Maske mit FFP2 Schutzklasse oder eine KN95 Maske.


Personen, die nicht akut von Corona gefährdet sind, sollten deshalb eine Schutzmaske tragen, weil diese andere Menschen vor einer Infektion schützen kann. Wenn diese Personen bereits selbst unwissentlich mit COVID-19 infiziert sind, kann eine Atemschutzmaske das Umfeld davor bewahren, mit infizierten Tröpfchen in Kontakt zu kommen, die ohne eine Maske ungehindert in die Luft abgegeben werden würden. Deshalb ist es auch für alle anderen sinnvoll, eine Atemschutzmaske zu tragen, um besonders die Risikogruppe vor einer eventuellen Ansteckung zu schützen. Für diese Gruppe reicht auch eine Baumwollmaske (sogar ohne Filter).

Welche Maske ist für wen geeignet?

  • Für Personen der Risikogruppe empfiehlt sich das Tragen einer virengeschützten Maske. Dazu zählen FFP2, FFP3 Masken und KN95 Masken. Diese sind mitunter sehr teuer, sind aber die einzigen, die wirklich vor einer Ansteckung schützen können. Eventuell kann man auch auf eine Baumwollmaske mit Filter zurückgreifen.
  • Personen, die hauptsächlich wert auf den Schutz von Mitmenschen legen, können auf alle anderen Masken zurückgreifen. Diesen Zweck erfüllen schon einfache Baumwollmasken. Diese schonen den Geldbeutel und sind zudem umweltfreundlich, weil sie wiederverwendbar sind.

 

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